Wallfahrt 2005 der Fahrradpilger nach Trier

Am 29. September trafen sich an St. Helena Rheindahlen 21 Männer zwischen 49 und 77 Jahren, darunter 2 Neupilger, um ihre Pilgerreise per rad anzutreten. Mehrere Wochen Training zur Prüfung von Mensch und Material waren vorausgegangen. Der eigentliche Beginn der Wallfahrt fand am Matthias Bildstock hinter Griesbarth statt. Mit der Bitte um eine gute Wallfahrt und Gebeten mit anderen Anliegen wurde Abschied von der Heimat genommen. Am Matthias-Bildstock in Titz gab es die erste Pause mit dem Bruderschaftsgebet und dem obligatorischen Schnaps der Familie Brückmann zur Stärkung. 

    

Das zweite Frühstück nahmen wir im Sophienheim in Niederzier ein. Böse Überraschung vor Arnoldsweiler : die Autobahnbrücke ist gesperrt! Nach einem Umweg über Feldwege gelangten wir dann doch zum Pilgerkreuz in Arnoldsweiler, wo nach einer Meditation die Fünf Wunden gebetet wurden.

                                                        

Der Weg führte uns weiter über Oberzier und Düren. In Düren Süd ging es auf die Panzerstraße und in Stockheim fuhren wir über den "Rheindahlener Weg". Hier trafen wir Familie Fuß die uns eine Stärkung für die bevorstehenden ersten Eifelhöhen verabreichte.

      

Das Mittagessen in Form von kräftiger Gulaschsuppe, gekocht von Regina Stolz in Berg, tat allen gut, denn es galt, erste Substanzverluste auszugleichen. Bei der nächsten Rast in Hergarten servierte uns Alex Busen, unser Fahrer vom Begleitfahrzeug, gebackenen Kuchen als Nachtisch. In Wilspütz machten wir Rast und hörten uns eine Meditation an. Danach fuhren wir ohne weitere Pause durch bis zu unserem Nachtquartier "Urfter Hof". Hier hatten unsere 18 Senioren-Pilger, die sich bereits am Sonntag auf den Weg nach Trier gemacht hatten, zwei Tage vorher übernachtet.

Am nächsten Morgen ging es frühzeitig weiter. Der Erste Halt war am Dülken-Boisheimer Kreuz, nicht weit hinter Marmagen. Hier beteten wir das Bruderschaftsgebet. Eine längere Pause legten wir in Schmidtheim bei "Seeger" ein. Nach dem Aufstieg heraus aus Schmidtheim beteten wir am Korschenbroicher Kreuz am Ortsausgang. Nach Durchquerung des Schmidtheimer Waldes ging es über Esch nach Freusdorf . Am Friedhof holten wir uns neue Kraft, indem wir das Rheindahlener Matthiaslied sangen.

Mittagessen gab es bei Assion in Birgel. Am Ortseingang von Auel war die nächste Rast am Wegberger Kreuz . Hier wurde eine Meditation gehalten. Einen weiteren kurzen Halt machten wir bei der Kapelle Scheuren, wo Erich Feicks eine Meditation hielt. In Büdesheim legten wir eine lange Pause ein um uns für den beschwerlichen Aufstieg zum Apert zu stärken. Oben angekommen, hielt Edmund Stoffels eine Meditation am Helenabrunner Kreuz .

        

 

                               

Danach fuhren wir über den Apert zur Schnuf. Hier wurden am Berndorfer Kreuz die Fünf Wunden gebetet. Nach einer kurzen Pause ging es bergab nach Neuheilenbach, wo uns Frau Brill schon sehnsüchtig erwartete. Im Gasthof Brill war unser zweites Nachtquartier und bei Quartiersleuten in der Nachbarschaft. Karl Neuenkirchen hatte Frau Brill  viele neue Witze zu erzählen, während Helmut Bolten Begebenheiten über seine Fußpilgerwallfahrten in den fünfziger Jahren zum Besten gab.

      

Bei starkem Regen fuhren wir am nächsten Morgen nach Neidenbach. Unsere erste Station war das  Rheindahlener Kreuz am Ortsausgang. Wie beteten das Bruderschaftsgebet und sangen das Marienlied " Wunderschön prächtige " . Dann ging es weiter nach Fließem. Am Gemeindehaus wurde eine Meditation vorgelesen. Der Regen wurde heftiger, so das wir am Bahnhof in Erdorf eine Trockenpause einlegen mussten. Bis Kordel, wo wir gemeinsam bei Neyses den Kylltalteller genossen, blieben wir auf dem Kylltal-Radweg. Dieser Weg ist durch aus nicht ohne Steigungen und Abfahrten und auch nicht ganz gefahrlos.

In Kordel trafen wir die Nachhut unserer Senioren-Pilger. Diese hatten hier ebenfalls zu Mittag gegessen. Über Ehrang und Biewer gelangten wir dann endlich an die Mosel. Unter der ersten Moselbrücke beteten wir das letzte Gesätz des Rosenkranzes, den wir unterwegs vom ersten Tag an immer wieder in den Pausen Gesätz für Gesätz eingestreut hatten. Frühzeitig erreichten wir St. Matthias. Hier erwarteten wir gemeinsam mit Bruder Hubert die Senioren-Pilger, um zusammen mit ihnen einzuziehen.

Die St. Matthias-Basilika ist zurzeit wegen Bauarbeiten im Kryptabereich nur zur Hälfte nutzbar, so war sie mit den Pilgern und einigen nachgereisten Rheindahlenern doch recht gut gefüllt. Nachquartier bezogen wir bei Hähnchen-Schutz in Euren. Den offiziellen Abschluss der Wallfahrt bildete die gemeinsame Pilgermesse am Sonntag morgen mit anschließendem Frühschoppen im Matthiassaal.

Die Fahrradpilger aßen noch gemeinsam im Deutschen Hof zu Mittag, danach traten 2 Pilger mit dem Begleitfahrzeug und 13 Pilger mit dem Zug die Heimreise an. 6 Pilger hängten noch zwei Tage Mosel abwärts zur Erholung an.

                                                                    Auf ein Neues in Jahr 2006

 

Pilgerbericht von Manfred Mohren